Freitag, 13.06.2008
noch 22 Stunden
man sieht das schön aus.... 22 Stunden. Das ist nicht mal mehr einen ganzen Tag.
Ja... so gaaaaanz langsam kommt die Aufregung. Aber ich hab noch ein paar Sachen zu tun und bin darum ganz gut abgelenkt.
Leider sieht es so aus, als ob uns das Wetter für morgen einen Strich durch die Rechnung machen wird. Ich hatte ja gehofft, dass es wieder so schön sonnig sein wird, wie die letzten Wochen. Tja, da kann man nichts machen. Eigentlich gehört schlechtes Wetter auch schon zum Einlaufen dazu. Ich kann mich an kein einziges Einlaufen erinnern, an dem es wirklich schön war.
Egal - für morgen wäre ich schon zufrieden, wenn es nicht regnet. Denn mit Schirm an der Pier zu stehen macht keinen Spaß. Aber warten wir es ab... vielleicht hat Petrus ja doch noch ein Einsehen.
*stoßgebetzumhimmelschick*
Mittwoch, 11.06.2008
3... 2... 1... dann ist er wieder MEINS !!!!
Heute ist Mittwoch - die Woche hat ihr Bergfest und ich hab noch 3 Tage vor mir.
Der Einsatz- und Ausbildungsverband befindet sich auf dem Heimweg und die Vorbereitungen für das Wiedersehen laufen auf Hochtouren.
Mit den Kindern zusammen habe ich eine "Wimpelkette" gebastelt. Einfach auf kleine Stoffstücke (ca. 10 x 20 cm groß) Buchstaben gezeichnet, die die Kinder dann mit Textilfarbstiften ausgemalt haben. Das obere Teil des Stoffes so umgenäht, dass ein "Tunnel" entsteht und eine laaaange dicke Schnur durchgezogen. Fertig ist die Wimpelkette.
Nun hab ich also eine etwa 4 Meter lange Wimpelkette auf der "WILLKOMMEN ZU HAUSE" steht und keine Ahnung wo ich sie aufhängen soll. Eigentlich wollte ich sie über der Haustüre anbringen, da wusste ich aber noch nicht, dass sie 4 Meter lang sein wird. Naja, mir wird noch was einfallen.
Ansonsten sind die nächsten Tage ein wenig mit "Ablenkungsprogramm" gefüllt.
Heute wird nochmal Großeinkauf gemacht, morgen und Freitag steht dann aufräumen und sauber machen auf dem Plan. Tja und dann haben wir schon Samstag und damit hätten wir den Tag X endlich erreicht.
Und dann haben wir es erstmal hinter uns gebracht - bis zur nächsten Tour, die natürlich auch wieder kommen wird...
Dienstag, 03.06.2008
In 11 Tagen ist es geschafft
Nicht mehr lange und ich kann meinen Schatz wieder in die Arme nehmen. Nur noch 11 Tage.
Die restliche Zeit wird nun sicher schnell vergehen. Schließlich hab ich noch jede Menge zu tun.
Rückblickend ging es doch recht zügig vorbei. Wobei man das hinterher immer sagt - seltsam eigentlich. Denn 150 Tage sind und bleiben 150 Tage. Und wenn er nun wieder kommt ist die Hälfte des Jahres fast vorbei. Also eigentlich ja doch eine recht lange Zeit.
Aber... nicht zurückschauen sondern immer geradeaus. Und da ist dann -ganz ganz vorne- unser Wiedersehen in 11 Tagen

Mittwoch, 21.05.2008
Warten auf's Christkind ...
...nein, nicht auf das im Dezember.
Das wäre auch noch ein wenig früh - wobei es nichts schaden kann, wenn man seiner Zeit voraus lebt, jedoch meine ich mit "warten auf's Christkind" die damit verbundene Anzahl von Tagen.
Fängt man doch normalerweise am 01.Dezember an, das erste Türchen des Adventskalenders zu öffnen -
so fällt damit der Startschuss zur munteren Tage Zählerei bis Heilig Abend - 24 Tage gilt es "abzuzählen".
Und genau so lange dauert es jetzt noch bis ich meinen Hubby wieder in die Arme nehmen kann - 24 Tage...
Und meine Punkte auf der To-Do-Liste in diesen 24 Tagen sind ähnlich der Punkte, die man im Dezember 24 Tage vor Heilig Abend immer so hat. Das einzige, was diesmal wegfällt ist "Baum kaufen" *grins*
Aber sonst... einkaufen, aufräumen, sauer machen - na gut, wenn ich mir das anschaue dann muss ich sagen - diese Punkte habe ich jede Woche...
Aber so wie ich es jedes Jahr schaffe Heilig Abend mit "banalen wöchentlichen To-Do-Listen-Punkten" zu etwas besonderem zu machen, so werde ich es auch schaffen, unser Wiedersehen in 24 Tagen zu etwas besonderem zu machen.
Vielleicht sollte ich doch einen Baum kaufen und statt der Kugeln hänge ich kleine Zettel an den Baum - auf jedem einen anderen Grund, warum ich mich freue, dass er wieder zu Hause ist. Oder einen Grund, warum ich ihn vermisst habe - oder einen Grund, warum ich ihn liebe. Oder von allem ein bißchen...
Wenn das dann mal nichts besonderes ist *grins*
Donnerstag, 15.05.2008
Nun zählt der Ticker endlich in Tagen....
Bis gestern stand in meinem Ticker noch "1 month untill we're toghter again" doch seit heute zählt der Ticker nur noch in Tagen...
Noch 30 Tage - ein ziemlich cooles Gefühl. Okay, nun kann es einem nicht schnell genug gehen, aber hey...
ich habe 120 Tage geschafft, da werde ich mich von kleinen 30 Tagen nicht runterziehen lassen.
Zudem haben wir Super-Sommer-Wetter und wenn ich der NATO-Bräune meines Mannes auch nur einen Hauch zum entgegen setzten haben will, sollte ich schauen, dass ich schnellstens wieder raus in den Garten komme ... da kann man auch schön die Tage zählen.

Mittwoch, 07.05.2008
4 Tage für die Liebe…
Aufgrund der "hohen Nachfrage", hier mal ein 'kleiner' (6 Word Seiten langer) Bericht von unserem Wiedersehen… Also holt Euch was zum knabbern und habt viel Spaß...
Am 24. April war es also endlich soweit: Der Liberty Port war erreicht und Hubby ist für 4 Tage nach Hause gekommen.
Die Tage vorher hatte ich damit zugebracht das Haus auf Vordermann zu bringen.
Aufräumen, sauer machen, Wäsche waschen… nur die Bügelwäsche lag noch im Keller – egal… sollte sie eben noch paar Tage länger liegen bleiben. Wen interessierte das schon.
Die Nacht hatte ich erstaunlich gut geschlafen und auch am Morgen war ich die Ruhe selbst. Hatte ich doch noch den ganzen Tag Zeit. Die Landung des Flugzeuges war für 22.20 Uhr geplant.
Dienstag, 06.05.2008
Offizieranwärter der Crew VII/07 organisieren Übergabe von Spielzeug
Am 29. April 2008 wurde im Haus des deutschen Honorarkonsuls von Hurghada eine Wohltätigkeitsveranstaltung organisiert.
Bei dem Besuch des diesjährigen Einsatz- und Ausbildungsverbandes in Ägypten übergaben Vertreter der Offizieranwärter des Jahrgangs 2007 Kinderspielzeug an eine Gruppe von Kindern eines ortsansässigen Waisenhauses.
Sonntag, 20.04.2008
Warum ist ein Schiff weiblich ?
Es gab Momente in denen ich mich oft gefragt habe, warum ein Schiff weiblich ist.
Es heißt immer "DIE" Hamburg, "DIE" Köln, "DIE" Berlin.
Dabei ist es "DAS" Schiff - also Geschlechtslos, eigentlich...
Ein Bekannter meinte einmal, mir das ganz leicht erklären zu können in dem er mir sagte "Es heißt ja DIE Fregatte"...
Aha! Kein schlechter Ansatz.
Allerdings entgegnete ich ihm dann, dass es "DER" Zerstörer heißt oder "DER" Einsatzgruppenversorger und trotzdem werden die Schiffe "DIE" Mölders und "DIE" Berlin genannt.
Darauf hatte er dann keine Antwort mehr und ich war keinen Schritt weiter bei meiner der Suche nach der Antwort.
Nun habe ich neulich - um Zeit tod zu schlagen - angefangen den Dachboden ein wenig aufzuräumen und bin dabei auf eine Kiste meines Mannes gestoßen in dem er allerlei Marine Zeug herumfliegen hat. Neben diversen Schulterklappen aus allen Dienstgraden und Seesternen, jeder Menge Uniformknöpfen (wenn ich mal einen annähen sollte, war nie einer da...) Aufnäher diverser Schiffe, Wappen, Briefumschläge mit Schiffsstempeln und weiß ich nicht was noch allem, fand ich dort auch ein Handtuch (nein, kein oliv farbenes *gg).
Ein weißes Handtuch mit dickem roten Rand, blauem Hintergrund mit maritimen Motiven und einem großen weißen Kasten, in dem in großen Buchstaben die Worte "WHY IS A SHIP CALLED SHE?" stand...
Da hatte ich sie nun vor mir - meine Antwort, nach der ich Jahre gesucht hatte. Beinahe zu Tränen gerührt las ich, was dort stand um dann kurze Zeit danach Tränen zu lachen...
Okay, ich muss sagen, einige der Punkte, die dort als Begrünung aufgeführt sind, hören sich sehr logisch an (*ggg), trotzdem hat es meinen Bedarf an Erklärung noch nicht ganz befriedigt.
Sollte also jemand noch eine andere Erklärung dafür haben, würde ich mich über eine Mail sehr freuen.
Hier nun das Handtuch in voller Pracht:
Und hier die Übersetzung dazu: Ein Schiff ist weiblich, weil:
- es immer ein ziemlich reges Treiben um sie gibt
- es normalerweise eine Bande voll Männer auf ihr hat
- sie eine Taille hat (die bleibt)
- und es einiges an Farbe braucht um sie gut aussehen zu lassen
- das teure an ihr nicht die Anschaffung ist - es ist die Pflege
- sie herausgeputzt werden kann
- es einen erfahrenen Mann braucht, um sie richtig zu behandeln
- und sie ohne einen Mann am Ruder absolut unkontrollierbar ist
- sie ihre Schokoladenseite zeigt und die andere versteckt
- und wenn sie in den Hafen kommt, steuert sie direkt auf die Jungs zu ... äh... die Bojen
Natürlich die Bojen... hab ich gerade Jungs geschrieben....
naja, liest sie ja so ähnlich... boys - buoys...
Und mal ehrlich: welche Frau denkt in einem Hafen voller Schiffe an Bojen.
Denkt man da nicht eher an die Jungs in ihren schicken Uniformen - auf den Schiffen - in dem Wasser -
mit den Bojen (okay, von mir aus...*gg)

Freitag, 18.04.2008
30 Dinge, an denen Du merkst, dass Dein Soldat im Einsatz ist
Zum schlafen trägst Du sein altes Shirt. So lange bis es mehr nach Dir riecht, als nach ihm
Im Fernsehen kannst Du Dir anschauen, was immer Du willst, ohne mit ihm darüber diskutieren zu müssen
Du stehst mitten in der Nacht auf um Deine Mails zu kontrollieren
Du gehst nur noch mit Handy schlafen, für den Fall, dass er mitten in der Nacht anruft
Du schaust Dir gerne romantische Liebesfilme an, weil es Dich an all die netten Dinge erinnert, die er tut, wenn er zu Hause ist
Du hast Deine Beine seit Wochen nicht mehr rasiert *g
Du hast Dich mit dem Postboten angefreundet, weil Du immer schon am Briefkasten stehst und wartest, wenn er vorbei kommt
Du bist auf einmal total aufmerksam, wenn irgendwo die Worte "Marine", "Seefahrt" und "Einsatz" fallen
Du entwickelst plötzlich eine Leidenschaft für alles mit militärischem Zusammenhang
Wenn Du jemanden in Uniform siehst, bekommst Du diesen überwältigenden Drang Dich mit ihm zu unterhalten oder ihn einfach nur zu umarmen
Du freundest Dich im Internet mit Fremden an, weil sie in der selben Situation sind wie Du und sie die einzigen sind, die wirklich verstehen können, was Du gerade durchmachst
Du kannst Dich einfach nicht entscheiden, was Du anziehen wirst, wenn Du ihn zum Liberty Port vom Flughafen abholen wirst. Du willst hübsch aussehen, aber nicht zu hübsch. Das richtig hübsche Outfit willst Du Dir für den Einlauftag aufheben.
Du ertappst Dich dabei, wie Du alle 15 Minuten nach Deinen Mails schaust (von wegen - alle 5 Minuten)
Du weißt auswendig alle Zeitverschiebung zwischen Deinem Wohnort und England, Irland, Südafrika, Indien, den Arabischen Emiraten, Dschibuti, Zypern und jedem Bundesstaat der USA
Das Highlight Deines Tages ist ein Brief von ihm – geschrieben vor einem Monat
Und wenn Du keinen Brief bekommen hast, ist das Highlight Deines Tages, ihm einen Brief zu schreiben – mit dem Wissen, dass er ihn in einem Monat lesen kann
Du wirst innerlich total wütend, wenn Du glückliche Paare auf der Straße siehst
Du bist ganz aufgeregt, wenn "unbekannter Anrufer" auf Deinem Display des Telefones erscheint
Du hast jede Idee ausgeschöpft, was Du noch in ein Paket für ihn legen könntest
Du ertappst Dich dabei, wie Du jeden Tag um 11:30 Uhr auf dasselbe wartest – einen Anruf von Deinem Soldaten
Du freust Dich tierisch darüber, wenn Dein Mann nur für 4 Monate weg muss – statt für 6
Du kannst beim besten Willen Deine Freundin nicht verstehen, die Dir erzählt, dass sie ihren neuen Freund so sehr vermisst, der 2 Stunden Autofahrt von ihr entfernt wohnt.
Am liebsten würdest Du sie anschreien: "Dann setzt Dich ins Auto und fahr' zu ihm"
Denn wenn Du die Chance hättest, würdest Du Dich ins nächste Flugzeug setzten und zu ihm fliegen, ganz egal, wie weit weg er ist
Du hast plötzlich keine Ahnung mehr, welcher Fußballverein an der Tabellenspitze steht und wer das letzte Formel 1 Rennen gewonnen hat
Dir würde es nicht mal im Traum einfallen einen Schritt vor die Haustüre zu machen ohne Dein Handy dabei zu haben
Du fängst plötzlich an zu weinen, weil Du zufällig ein Foto von Euch beiden gefunden hast
Du fängst plötzlich an zu weinen und weißt nicht mal warum
Du surfst stundenlang im Internet, um so viele Informationen, Berichte und Bilder wie nur möglich über den Einsatz zu finden
Du sprichst so intensiv mit Deinen Freunden über ihn, dass sie am Ende seinen vollständigen Namen, den Verlauf seiner Geburt und seine Lieblingsfarbe kennen
Du lächelst, wenn Du dies hier liest, weil Du weißt, dass (fast) alles wahr ist *ggg
20 Dinge, an denen Du merkst, dass Du mit einem Soldaten verheiratet bist
Du schaffst es, innerhalb von 14 Tagen einen Umzug an jeden beliebigen Ort auf der Welt zu organisieren.
Neben dem finden eines neuen Hauses, den Absprachen mit dem Umzugsunternehmen und ausfüllen von Hausstandslisten hast Du bereits die Kinder in der neuen Schule, Kindergarten, Sportverein und Ballettschule angemeldet, weißt wo sich der der nächste Arzt, Supermarkt und Friseur befindet und hast mit den neuen Nachbarn schon Kaffee getrunken und das alles am 735 km entfernten neuen Dienstort.
Die Berufskleidung Deines Mannes kostet mehr, als Deine Klamotten
Du ziehst Stacheldraht um Euer Grundstück, um die Nachbarskatze aus Deinen Blumenbeeten fernzuhalten.
Du hast öfter den tropfenden Wasserhahn repariert und mehr Rasen gemäht als Dein Mann, weil er nie da ist um es selbst zu tun.
Bei einem Stromausfall benutzt Du eine olivgrüne Bundeswehr Arbeitslampe mit roter Linse – es ist die einzige, die Du in Eurem Haus gefunden hast
Deine Kinder sagen "jawohl" oder "roger" anstelle von "okay" oder "ja"
Dein Mann schaut in den Stadtplan und nimmt sein Navi mit, wenn er zum Einkaufszentrum fährt
Du schreibst Termine, Adressen, etc. nur noch mit Bleistift weil ALLES unter Vorbehalt ist
Du brauchst einen Übersetzer, wenn Du Dich mit Deinen zivilen Freunden unterhältst, weil sie keine Ahnung haben was BS, DZA, DZU und AVZ heißen
Du hast eine größere Auswahl an Gardinen, als jeder Raumausstatter
Du weißt zwar, wo Du das Klebeband im letzten Haus aufbewahrt hast, aber leider hast Du keine Ahnung wo in diesem
Du zählst die Zeit nicht in Jahren, sondern in Dienststellen
Du beharrst darauf, dass eine Trennung von 3 Monaten kurz IST, ganz egal, was Deine zivilen Freunde sagen
Im Kleiderschrank Deines Mannes hängen so viele weiße Hemden, dass Du damit den Bundestag einhüllen könntest
Du reißt EPAs auf, auf der Suche nach Schokolade, Kaugummi und den Keksen, weil Dir am Kindergeburtstag die Süßigkeiten ausgegangen sind
Eure Haustiere heißen Maat, Bootsmann und Admiral
In der örtlichen Reinigung wirst Du bereits geduzt
Euren ersten Hochzeitstag verbringen Dein Mann und Du ... getrennt
Du stellst fest, dass vieles in Eurem Haushalt marineblau, fegrau, oliv oder sandfarben ist – obwohl Du das nie so geplant hast
Du verteidigst vehement Deinen Lebensstil, ganz egal wie schlimm die Dinge sind, weil Du genau weißt, für Dich gibt es kein anderes Leben
Donnerstag, 17.04.2008
Videobeitrag zu Good Hope III
Auf der Seite der südafrikanischen Tageszeitung "die Burger" bin ich über einen Multimedia-Beitrag zu Good Hope III gestoßen. Gedreht wurde der Film auf der SAS Amatola. Leider ist mein afrikaans nicht gerade das Beste (*lol*), wenn auch dem niederländischen sehr verwandt, so dass ihr diesmal auf eine Übersetzung verzichten müsst. Dafür sprechen aber die Bilder für sich.
Mittwoch, 16.04.2008
Neue Bilder von Simonstown und GOOD HOPE III

Der Versorger Westerwald

Blick von der Brücke der HAMBURG, über die Anti-Aircraft Raketentürme auf die Westerwald (links) und die Köln (rechts)

Harpoon Raketentürme

76mm Bordkanone

Flugdeck der Hamburg

Fregatte Hamburg

EGV (Einsatzgruppernversorger) Berlin

nochmal die Hamburg

Fregatte Köln

nochmal Berlin
und hier die Bilder von GOOD HOPE III





Blick von der Amatola (Südafrika) auf die Hamburg

Fregatte Hambrug

Fregatte Köln mit Hubschrauber

EGV Berlin mit Oryx

die Amatola im Versorgungsmanöver mit der Berlin

EGV Berlin und Köln hinter der Südafrikanischen Amatola

Ein Tornado nähert sich der Hamburg






Oryx im Landeanflug

Herzlichen Dank an Dean Wingrin für die Bilder
Dienstag, 15.04.2008
Einsatz- und Ausbildungsverband übt mit indischer Marine
Nach erfolgreichem Ende des Flugkörperschießens vor Südafrika setzt der EAV seine Ausbildungsfahrt um den afrikanischen Kontinent fort. Nach dem Aufenthalt in der südindischen Hafenstadt Kochi folgte ein dreitägiges Manöver mit der indischen Marine.
Dienstagmorgen, 10 Uhr im südindischen Kochi. Bei drückenden 33 °C verlassen die deutschen Einheiten des Einsatz- und Ausbildungsverbandes ihre Liegeplätze und machen sich auf den Weg in den Indischen Ozean.
Es ist jedoch kein "normales Auslaufen". Nicht alle Mann der Besatzung befinden sich an Bord ihrer Einheiten und die deutschen Schiffe machen sich nicht alleine auf den Weg. Bereits ihren ersten Tag in See verbringen sechs der gerade erst angekommenen deutschen Kadetten nicht auf "ihren" Einheiten, sondern auf dem indischen Schulschiff TIR.
Die TIR und ein indisches Ausbildungsschiff, die Fregatte KRISHNA, begleiten die deutschen Einheiten für 24 Stunden, bevor sie für zwei weitere Tage durch die Fregatten BEAS und TABAR abgelöst werden. Mit diesem insgesamt dreitägigen Manöver setzte der Verband die bereits im Hafen begonnene, freundschaftliche Zusammenarbeit mit der indischen Marine fort.
Neben nautischen, operativen und seemännischen Manövern wie Formationsfahrten, Versorgungsmanövern und Flugbetrieb mit einem indischen Hubschrauber, fanden ebenfalls Übungen zur Ubootjagd sowie ein gemeinsames Seezielschießen statt.
Die Zusammenarbeit mit indischen Schiffen ist für die Deutsche Marine nichts Alltägliches. Das abschließende Fazit fällt sehr positiv aus:
"Es war eine sehr professionelle Zusammenarbeit, geprägt von gegenseitigem Verständnis und freundschaftlicher Atmosphäre" so Kapitän zur See Michael Budde, der Kommandeur des deutschen Verbandes.
Auch nach Abschluss der Übung geht das Leben an Bord der deutschen Schiffe natürlich weiter. Der Verband läuft in Kürze den omanischen Hafen Maskat auf der arabischen Halbinsel an. Nach einem weiteren Hafenaufenthalt im ägyptischen Safaga führt der Weg durch den Suezkanal und somit in die fast schon "heimatlichen" Gewässer des Mittelmeers.
Quelle: Marine
Die gelbe Schleife - Solidarität mit unseren Soldaten im Einsatz
Die erste Schleife, die als ein Symbol in die Geschichte einging, war gelb. Sie wurde in einem Marschlied erwähnt, das von der US Army gesungen wurde. 1917 bekam George A. Norton die Rechte an dem Lied. Der Titel: "Round her neck she wears a yellow ribbon".'Round her neck she wears a yellow ribbon,
She wears it in winter and the summer so they say,
If you ask her "Why the decoration?"
She'll say "It's for my soldier who is far, far away."
1973 hatte dann die Gruppe Dawn um den Sänger Tony Orlando einen sehr großen Erfolg mit dem Lied "Tie a yellow ribbon round the old oak tree".
In dem Lied geht es darum, dass ein Häftling nach 3 Jahren aus dem Gefängnis freikommt und seine Frau vorher in einem Brief bittet ihn wissen zu lassen, ob er nach dieser langen Zeit zu ihr zurück kehren darf.
Falls ja, solle sie eine gelbe Schleife an die alte Eiche binden. Sollte er dort keine Schleife sehen, würde er erst gar nicht aus dem Bus aussteigen, einfach weiter fahren und sie vergessen, denn denn habe sie wohl ein neues Glück gefunden.
Das Ende des Liedes beschreibt, wie der Mann im Bus sitzt und ungläubig auf die alte Eiche sieht. Dort war nicht nur eine gelbe Schleife zu sehen, nein - hunderte von gelben Schleifen wehten im Wind.
Während der Iran Kriese wurden die Schleifen zum Symbol der Unterstützung, als im Dezember 1979 Penelope Laingen eine gelbe Schleife um einen Baum auf der Wiese von ihrem Haus band. Iranische Revolutionäre hatten einen Monat vorher ihren Ehemann Bruce, US-Botschafter und ranghöchster Offizier, sowie mehr als 60 weitere Amerikaner in Teheran als Geiseln genommen. Sie wollte damit zeigen, wie sehr sie sich wünschte, dass ihr Mann nach Hause käme. Ihre Freunde und Familienmitglieder folgten als Unterstützung ihrem Beispiel. (Im Januar 1981 kam Bruce Laingen zurück nach Hause).
In den 90er Jahren tauchten wieder gelbe Schleifen auf. Diesmal erschien sie zusammen mit dem Slogan "Support our Troops" in Form von gelben Bänder, als Geste der Solidarität mit den Soldaten im Golfkrieg.
Inzwischen ist sie das Symbol für Solidarität und Unterstützung, eng im Zusammenhang mit dem Warten auf einen geliebten Menschen und der baldigen Rückkehr von militärischen Truppen.
In der heutigen Zeit haben die rasanten politischen Änderungen auch die Gefühle der Menschen für eine neue Bedrohung und damit für die Notwendigkeit unserer Bundeswehr verändert. Die Soldaten setzen sich weltweit für die Interessen des Landes ein. Und das mit ihrer Gesundheit und mit ihrem Leben!
Nun ist es an der Zeit, Solidarität zu zeigen.
Der NATO-Shop-Nord in Oldenburg hat aus diesem Grund eine bundesweite patentrechtlich geschützte Aktion gestartet: das "Gelbe Band" und die "Gelbe Schleife"
Diese sollen als unbelastetes und zeitlos gültiges Symbol das Vertrauen in unsere Truppen zum Ausdruck bringen.
Man kann "Flagge zeigen". Gelb steht weltweit als Farbe für die Unterstützung der eigenen Streitkräfte.
Im Einsatz steht sie als Erinnerung an die Heimat und zu Hause ist sie Symbol für die enge und auch persönliche Verbundenheit mit dem eigenen Soldaten.

Freitag, 11.04.2008
Wie geht es auf so einem Kriegsschiff zu ?
An Bord der Fregatte HAMBURG
Seit dem 5. April ist die Fregatte HAMBURG als Führungsschiff des Einsatz- und Ausbildungsverbandes der Deutschen Marine zu Gast in der südindischen Hafenstadt Kochi. Zu dem Verband gehören neben der HAMBURG die Fregatte KÖLN und der Einsatzgruppenversorger BERLIN.
Seit dem Auslaufen des Verbands am 15. Januar haben die drei Schiffe mehr als 16.000 Seemeilen zurückgelegt. Insgesamt sind über 600 Männer und Frauen Besatzung auf den drei Schiffen, 220 davon alleine auf der HAMBURG.
In rund fünf Monaten auf See umrundet der Verband den afrikanischen Kontinent, legt dabei insgesamt mehr als 26.000 Seemeilen zurück und besucht 14 Häfen auf drei Kontinenten.
Für die Männer und Frauen der Marine sind solch lange Zeiten auf See keine Seltenheit. Jedes Besatzungsmitglied hat an Bord seinen Aufgabenbereich in den unterschiedlichen Hauptabschnitten.
Montag, 31.03.2008
The real battle is on the homefront
Immer dann, wenn der Mann im Einsatz ist, steht man manchmal Situationen gegenüber, mit denen man so gar nicht gerechnet hat. Zu solchen Situationen gehören auch Zusammentreffen mit Leuten, die sich im entferntesten nicht vorstellen können, wie es ist mit einem Soldaten verheiratet zu sein. Da fallen manchmal Sätze - unglaublich.
Aber auch Nachbarn und Bekannte halten sich nicht zurück und man bekommt den Eindruck, als ob sie keine 10 Sekunden nachdenken, bevor sie etwas sagen.
Inzwischen erträgt man es ja mit Humor, denn es sind eigentlich immer die gleichen Dinge, die so angemerkt werden.
Und hier kommen sie:
10 Dinge, die man nie zu einer Marine-Ehefrau sagen sollte
(oder überhaupt zu einer Soldatenfrau)
HALBZEIT
Gestern hatten wir allen Grund zum feiern!!!
Haben wir es doch endlich geschafft, und die Hälfte des Weges bis zum Wiedersehen, erreicht .
Es liegen also 75 Tage hinter uns und 75 Tage vor uns.... naja, nicht ganz. Eigentlich ja nur noch 74 Tage.
Wenn man soweit gekommen ist, dann macht sich doch das große Gefühl der Euphorie breit, weil man weiß, man hat es so lange alleine ausgehalten, da schafft man Rest doch mit links.
Bleibt zu hoffen, dass dieses Hochgefühl noch ein bisschen anhält.
Allerdings ist der "Liberty Port", der 'Urlaubshafen' schon in greifbarer Nähe. Und, wenn keine höheren Mächte es verhindern, dann werde ich in "einer nicht näher zu nennenden Anzahl von Tagen" (hier geht es um die Sicherheit) meinen Liebsten für eine knappe Woche bei mir haben.
Und das lässt das ganze natürlich noch leichter überstehen....
Montag, 24.03.2008
Frohes (Oster) Fest

So, oder so ähnlich sieht es ja nun tatsächlich aus, wenn man nach draußen schaut. Das Wetter vermittelt mehr Weihnachtsstimmung, als dass Frühlingsgefühle hochkämen. Was hätten wir uns vor 3 Monaten über den Schnee gefreut...
Aber man kann ja auch weiße Eier verstecken - da hat man dann länger was vom suchen.
Ich wünsche jedenfalls allen ein frohes(Oster)Fest und vielleicht sollten wir uns auf den April freuen. Der macht ja bekanntlich was er will und vielleicht will er ja in diesem Jahr mal schönes Wetter.
Samstag, 08.03.2008
Frühjahrsputz
Wenn die ersten sanften Sonnenstrahlen durch das grau des Himmels brechen und die Temperaturen wieder auf ein angenehmes Maß steigen, dann kommt in mir immer die Erinnerung an meine Kindheit hoch – und an den Frühjahrsputz.
Ich erinnere mich genau daran, wie meine Mutter das gesamte Familiensilber und das "gute Geschirr" aus dem Wohnzimmerschrank räumte und in die Küche brachte. Danach wurde der Schrank erstmal gründlich ausgewischt.
Zurück in der Küche wurde dann Spülwasser eingelassen (eine Spülmaschine hatten wir noch lange nicht) und das gute Geschirr –das in meiner Erinnerung aus ca. 3000 Teilen bestand- von Hand abgewaschen.
Ich saß mit meinen damals vielleicht 5 oder 6 Jahren auf der Arbeitsplatte und habe meiner Mutter zugesehen.
Besonders faszinierend fand ich immer, wenn sie das Silberbesteck, das mit der Zeit schwarz angelaufen war, in einen mit Alufolie ausgeschlagenen Behälter legte, Salz darüber streute (das durfte ich immer machen) und den Behälter mit kochendem Wasser auffüllte.
Durch die Alufolie und das Salz fand irgendein Prozess statt, der das Silber von seiner schwarzen Schicht befreite.
Danach haben wir beide zusammen das Silber abgetrocknet und mit kleinen Lappen gründlich poliert. Das Ergebnis war phantastisch.
Während dieser mehrstündigen Putzaktion haben wir dann in der Küche das Radio laufen lassen und manchmal auch laut mitgesungen.
Zu dieser Zeit habe ich wirklich den Eindruck gehabt "Frühjahrsputz macht Spaß!" Und ich habe mir geschworen, wenn ich groß bin, werde ich auch jedes Jahr Frühjahrsputz machen.
Mittwoch, 05.03.2008
Eine magische Marke
Heute haben wir sie geknackt – die magische Marke von 100 Tage bis zum großen Wiedersehen.
Gleichzeitig haben wir auch heute das erste Drittel geschafft, und – es dauert jetzt noch mal so lange, wie es schon gedauert hat, dann gibt es 'befohlenen Urlaub' an Bord und Schatz kommt für ein paar Tage nach Hause.
Ja, auf so einem Schiff wird im Einsatz allerhand befohlen. Neben den üblichen Dingen gibt es eben auch "befohlenen Urlaub" oder "befohlenes Beisammensein, geselliger Art". Sehr beliebt nachdem man einen neuen Hafen erreicht hat.
Und mal ehrlich - so was muss doch richtig Spaß machen: da wirft sich der Soldat –in seiner Freizeit wohlgemerkt- wieder in seine Uniform, findet sich an Oberdeck ein, trinkt die pro Nase vorgesehenen 2 Gläser Bier und unterhält sich mit Leuten die er a) sowieso den ganzen Tag um sich hat und b) evtl. gar nicht leiden kann. Und dieses "Beisammensein, geselliger Art" dient dann dazu, den Teamgeist zu stärken. Wow, ich bin schwer beeindruckt.
Das wäre so, als ob man nach Feierabend mit den ganzen Kollegen seiner Firma auf ein Bierchen geht … weil der Chef das so will und davon ausgeht damit das Arbeitsklima zu verbessern. Das mag vielleicht unter den Leuten passieren, die sich sowieso gut verstehen, aber die, die ich nicht leiden kann, mit denen verstehe ich mich auch nicht besser, nur weil ich ein Bierchen mit ihnen getrunken habe. Abgesehen davon, dass ich gar keine Lust habe, mit diesen Leuten überhaupt was zu trinken.
Aber zurück zum "befohlenen Beisammensein, geselliger Art" an Bord.
Dienstag, 04.03.2008
Abschied nehmen
Wann immer ein erneuter Einsatz oder eine lange Seefahr ansteht, so müssen mein Mann und ich Abschied voneinander nehmen.
Lange Zeit haben wir in den Niederlanden gelebt und damals war ein Lied ganz aktuell im Radio: "Afscheid nemen bestaat niet" von Marco Borsato
Für uns ist es zu einem Lied geworden, welches uns Kraft gibt, die Zeit der Trennung zu überstehen.
Fotostrecke Flugkörper
Nachtrag zu GOOD HOPE III
Hier zwei Bilder vom ersten Teil des Flugkörperschießen am 27 & 28.02.
Beide Bilder zeigen die Fregatte KÖLN
Der zweite Teil der Übung folgt in dieser Woche.


Insider Information:
Fregatte KÖLN: 3 Schuss, 3 Treffer
Fregatte HAMBURG: 3 Schuss, 0 Treffer
Quelle Bilder: privat
Freitag, 29.02.2008
Die Bugnase oder "Brauchst Du noch Lappen?"
Wer sich eine Fregatte schon mal aus der Nähe angeschaut hat wird mit Sicherheit die farbige Bugnase entdeckt haben.
Mal rot, mal gelb, mal blau, mal schwarz – jede Farbe hat ihre eigene Bedeutung.
Rot steht für die Passierung des Suezkanals im Nordosten Afrikas bei Ägypten. Gelb steht für die Überquerung des Äquators. Die blaue Bugnase gibt’s für die Überquerung des Polarkreises und eine schwarze Bugnase darf man sich malen, wenn man im schwarzen Meer war (wie sinnig…)
Manchmal ist die Bugnase auch zweifarbig. Das passiert häufig bei den Schiffen, die sich im OEF Einsatz befinden bzw. befunden haben, da diese - aufgrund der geographischen Lage Dschibutis – einfach durch den Suezkanal MÜSSEN. Und weil man dann gerade schon mal in der Nähe des Äquators ist, nimmt man die Überfahrt auch noch mit. Hat das neben der zweifarbigen Bugnase doch zur Folge, dass man die "Unreinen" ihrer Taufe unterziehen kann, was für alle Beteiligten ein mächtiger Spaß ist – außer für die, die getauft werden.
Aber ich schweife ab… Die Äquatortaufe ist ein anderes Thema.
Zurück zur Bemalung der Bugnase.
Die Farbe bleibt immer für maximal ein Jahr erhalten. Danach fängt man von vorne an, bzw. hat man unter Garantie bereits irgendeinen neuen Grund, die Nase zu bemalen.
So auch geschehen bei der Fregatte KÖLN, die sich momentan als teilnehmende Einheit des Einsatz- und Ausbildungsverbandes 2008 in Südafrika befindet.
Nach der Überfahrt des Äquators am 07. Februar wurde im darauf folgenden Hafen die rot/gelbe Bugnase vom letzten Jahr übermalt.
Diese Ehre gebührt normalerweise immer dem jüngsten Offizier des Schiffes. Auf einer Art Schaukel wird er von oben zur Bugspitze hinab gelassen, wo er sich dann mit Pinsel, Farbeimer und Lappen daran macht die Nase zu "pönen", wie das so schön in der Seemannssprache heißt.
Von oben sehen einige andere zu und stehen mit Rat und Tat zur Seite.
Mit an 100%iger Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird irgendwann von oben gerufen: "Brauchst Du noch Lappen?"
Natürlich braucht der Maler keine Lappen mehr und ruft zurück "Nein, keine Lappen".
Und das ist der Ausgangspunkt für das folgende feucht-fröhliche -im übrigen absichtlich herbeigeführte- 'Missverständnis'.
Von oben wird dann nämlich gerufen: "Was? Leinen kappen…."
Und eher der junge Offizier reagieren kann liegt er auch schon im Hafenbecken…
Da kann man nur hoffen, dass er schwimmen kann. Denn wie heißt es so schön:
Wozu muss man bei der Marine schwimmen können? Haben die denn keine Schiffe mehr?

Wie man sieht, sieht man, dass hier die Bugnase mit roter Farbe übermalt wird. Da dies von oberster Stelle so angeordent wurde fragt man sich natürlich, ob bestimmte Herren keine Handbücher haben in denen sie nachlesen können, dass eine rote Bugnase für die Durchfahrt des Suezkanals steht?
Oder sind jene Herren ihrer Zeit einfach nur einen Sprung voraus, denn die Durchfahrt des Suezkanals steht dem EAV noch bevor - allerdings erst irgendwann im April.
Beruhigend ist allerdings die Tatsache, dass spätestens danach wieder alles seine Richtigkeit haben wird und man erneut der rot/gelben Bugnase beim Einlaufen entgegenblicken wird...
Quelle Bild: privat
Donnerstag, 28.02.2008
The NavyWife – Die Marine Ehefrau
Eine Marine Ehefrau ist keine gewöhnliche Frau. Über Monate hinweg, in einer Zeit ohne die Gesellschaft und Unterstützung ihres Mannes, überwindet sie routinemäßig die Herausforderungen, die bei einer durchschnittlichen Person zu einem Nervenzusammenbruch führen würden.
Zeitweise Ärztin, zeitweise Lehrerin und zeitweise 'Mädchen für alles' lässt sie dem kranken Kind üppig liebevolle Pflege zukommen, hilft dem Teenager bei seinen Algebra Hausaufgaben und macht fehlerhafte Schalter ausfindig - alles, während sie noch eine Vollzeitstelle hat.
Mit 30-minütiger Vorankündigung, kann sie Frühstück, Mittag- oder Abendessen für vierzehn hungrige Seemänner servieren und hält immer noch irgendwie das Gleichgewicht im dürftigen "Familien-Lebensmittel-Einkauf-Haushaltsplan".
Sie kann eine ganze Reihe von Kleidungsstücken in die entsprechenden Standardgrößen falten, einen perfekten Krawattenknoten in ein militärisches Halstuch binden und einen Seesack in den kalten Stunden vor der Morgendämmerung packen.
Über Monate hinweg muss sie sich mit Briefen statt Küsse, E-Mails anstelle von Umarmungen und Auslandstelefonate anstatt der Berührungen ihres Ehemannes begnügen.
Sie bringt es fertig zu lächeln, wenn ihr Mann den zweiten Jahrestag in Folge auf See ist und akzeptiert die Tatsache dass es eine eins-zu-drei Chance ist, dass er an ihrem Geburtstag Dienst haben wird.
Sie hat gelernt auf der Pier zu stehen und zum Abschied zu winken ohne zu weinen, wenngleich ihr auch das Herz bricht.
Für ihre Kinder ist sie Chauffeur, Schiedsrichter, Psychologin, geistiger Berater, Finanzfachmann, Teilzeit-Vater, Zahnfee, Nikolaus und Osterhase.
Für ihren Ehemann ist sie Freundin, Geliebte, Partnerin, Vertraute und Seelenverwandte.
Sie ist ein Patriot. Sie ist die Art von Staatsangehöriger, die jeder von uns sein sollte, aber nur wenige von uns sind. Sie lebt mit Opfern, weil sie an die Rechte und Ideale glaubt, die ihr Mann verteidigt. Obwohl sie keine Uniform trägt, sie ist ein Teil dieser Verteidigung – ein wichtiges Glied in der Kette der Freiheit. Obwohl sie keine Medaillen trägt und keinen Ruhm auf dem Schlachtfeld ernten wird, sie ist ein Held im wahrsten Sinne des Wortes.
Sie ist eine NavyWife - eine Marine Ehefrau
aus dem englischen von Jeff Edwards
Mittwoch, 27.02.2008
Übung am Kap der guten Hoffnung beginnt
Der Einsatz- und Ausbildungsverband hat am 25. Februar Simonstown in Südafrika verlassen. Während der Hafenliegezeit wurden Vorbereitungen für die Übung
"GOOD HOPE III" getroffen.
Der Versorger WESTERWALD verlässt als erstes Schiff den Hafen von Simonstown. Ihm folgen die südafrikanische Korvette AMATOLA und die anderen Einheiten des Einsatz- und Ausbildungsverbandes 2008.

Die Ruhe vor dem Sturm – Großübung GOOD HOPE III in Südafrika folgt
Kürzlich noch in Walvis Bay, jetzt schon in Südafrika: Die Deutsche Marine hat auf ihrer Afrika-Umrundung am 18. Februar in Simonstown festgemacht. Für die rund 600 Soldaten steht in den nächsten Tagen der Höhepunkt ihrer Reise an - die Großübung GOOD HOPE mit den südafrikanischen Streitkräften und der Deutschen Luftwaffe am Kap der Guten Hoffnung.

Der EAV im Hafen von Simonstown
Schiff ahoi - Deutsche Marine macht in Walvis Bay fest
Zeitungsbericht vom 13.02.2008 in der ältesten Tageszeitung Namibias

Werner Kühlwetter griff mächtig in die Tasten seines Akkordeons. Der 78-Jährige und seine Kollegen vom Swakopmunder Männergesangverein begrüßten gestern Morgen bei wolkenverhangenem Himmel in Walvis Bay die Fregatten KÖLN (im Bild) und HAMBURG mit Seemannsliedern. Am Montag hatte bereits das Versorgungsschiff BERLIN im Hafen festgemacht. Der Namibia-Besuch des Einsatz- und Ausbildungsverbandes der Deutschen Marine ist Teil seiner derzeitigen Afrika-Umrundung.
EAV in Ghana
Die Luft im Hafen von Ghana ist schwül.
35 Grad und 90 % Luftfeuchtigkeit - ungewohnte Klimabedingungen für die 700 Soldaten des Einsatz- und Ausbildungsverbandes 2008. Zwei Tage liegen die Fregatten HAMBURG und KÖLN sowie der Einsatzgruppenversorger BERLIN im Hafen von Tema. Genug Zeit, um sich als "Botschafter in Blau" zu präsentieren.
Ein Empfang an Bord des Flaggschiffs, der Fregatte HAMBURG, lockte zahlreiche Gäste verschiedener Nationen in den Hafen. Während die Besatzung den Backbord- und Steuerbord-Hangar für den Empfang der Gäste vorbereitet, wird ein Teil der Offizieranwärter bereits auf der Pier erwartet.
Der EAV erreicht Madeira
25. Januar 2008, 11 Uhr Ortszeit auf der portugiesischen Insel Madeira im Atlantik.
Die Fregatte HAMBURG läuft als Flaggschiff des diesjährigen Einsatz- und Ausbildungsverbandes in den Hafen Funchals ein. Der Einsatzgruppenversorger BERLIN sowie die Fregatte KÖLN folgen.
Bei 20 Grad und Sonnenschein erwartet die ca. 700 Soldaten des EAV, davon
80 Offizieranwärter der Crew VII/07, ein abwechslungsreicher Aufenthalt. Doch die Besatzungen ist nicht nur hier um das schöne Wetter zu genießen. Sie ist in erster Linie als 'Botschafter in Blau' tätig.

Die Fregatten KÖLN und HAMBURG im Hafen von Funchal
Der Einsatz- und Ausbildungsverband verließ den Heimathafen Wilhelmshaven
Der Einsatz – und Ausbildungsverband (EAV) der Deutschen Marine lief am 15. Januar zu einer fünfmonatigen Fahrt aus Wilhelmshaven aus.
Um neun Uhr verabschiedeten unter den Klängen des Marinemusikkorps Nordsee zahlreiche Angehörige die Besatzung des Einsatzgruppenversorgers BERLIN.
Aufgrund des großen Tiefganges lief der EGV bereits mit dem Hochwasser aus. Eine Stunde später folgten die Fregatten KÖLN und HAMBURG.

(links HAMBURG, rechts KÖLN)
Kaum zu Hause, schon wieder weg...
Gerade mal 98 Tage war es her, daß ich meinen Mann am 09.Oktober 2007 in Empfang genommen habe - 6 Monate war er am Horn von Afrika unterwegs im Rahmen der Operation Enduring Freedom (kurz OEF) - als er am 15. Januar wieder auslaufen musste. Diesmal als Teil des "Einsatz- und Ausbildungsverbandes" (EAV).
Wieder eine lange Zeit, die wir uns nicht sehen können. Genauer gesagt - 5 Monate, oder 150 Tage.
Wenn ich nur mal das vergangene Jahr nehme und die Zeit, die er dieses Jahr nicht hier sein wird, so kommen wir auf die stattliche Summe von 332 Tage die wir uns in 14 Monaten nicht gesehen haben bzw. nicht sehen werden. Fast 1 Jahr.
Wie alles begann...
Ich lernte meinen Mann 1998 kennen. Man kann sagen, daß es Liebe auf den ersten Blick war - jedenfalls bei meinem Mann. Bei mir hat das etwas länger gedauert. Nun, es lag nicht daran, daß er mir nicht gefallen hätte, oder gar unsympathisch gewesen wäre, ganz im Gegenteil, es lag eher daran, daß er gute 700 km von mir entfernt in Hamburg an der Bundeswehruniversität studierte. Ich hatte gerade erst eine Fernbeziehung hinter mir und habe somit schmerzlich erfahren, daß sowas auf Dauer nicht gut gehen kann.
Lange habe ich darum versucht mich gegen meine Gefühle zu wehren, jedoch ohne großen Erfolg. Dazu kam, daß mein Mann nie aufgehört hat um mein Herz zu kämpfen und so haben wir dann doch zueinander gefunden.
Der erste Eintrag...
So, nun ist es also tatsächlich wahr geworden und ich habe mein "virtuelles Tagebuch" begonnen.
Hier wird man einiges aus meinem Leben als Marine Ehefrau erfahren - aus dem Leben der Ehefrau und Geliebten, wenn der Mann da ist und aus dem Leben der Mutter und 'verheirateten Alleinerziehenden' (wie ich es immer nenne), wenn der Mann -mal wieder- für mehrere Monate auf See ist.
Und ich bin gespannt, ob und welche Reaktionen das ganze auslösen wird.
Lassen wir uns überraschen...

----------------------------------------
noch











